Touchscreens banner

Danke!

Von Anneke Verbeeck, pädagogische Expertin bei i3CONNECT

Alles Gute zum Weltlehrertag

Lehrkräfte sind schon etwas ganz Besonderes. Und ich weiß, wovon ich spreche, denn ich war selbst Lehrerin!

Jeden Tag betreten sie ein Klassenzimmer, ohne genau zu wissen, was der Tag bringen wird. Natürlich haben sie einen Unterrichtsplan. Manchmal sogar einen richtig guten. Doch dann kommen die Kinder … und plötzlich ist dieser Plan nur noch der Anfang.

Denn beim Unterrichten geht es nicht nur darum, zu wissen, was man vermitteln möchte. Es geht darum, zu erkennen, wann es Zeit ist, einen Gang zurückzuschalten. Wann eine zusätzliche Frage weiterhilft. Wann etwas noch einmal ganz anders erklärt werden muss. Wann ein Kind ein bisschen mehr Zeit braucht. Und wann die Neugier der Schüler den Unterricht in eine Richtung lenkt, die ursprünglich gar nicht geplant war.

Vielleicht sehe ich auch deshalb so gerne, wie Lehrkräfte Technologie einsetzen.

Nicht, weil Technologie den Unterricht automatisch besser macht. Das tut sie nicht.

Ein Touchdisplay, ein digitales Tool, eine interaktive Aufgabe, ein Video oder eine KI-Anwendung … all das sind zunächst einmal nur Möglichkeiten. Erst die Lehrkraft macht daraus ein Lernerlebnis. Sie entscheidet: Ist das hier sinnvoll? Hilft es meinen Schülern, etwas besser zu verstehen? Regt es sie dazu an, mitzumachen, nachzudenken, kreativ zu werden oder gemeinsam an etwas zu arbeiten?

Und manchmal lautet die Antwort: Ja.

Manchmal macht Technologie ein schwieriges Konzept plötzlich sichtbar. Manchmal hilft sie einem stillen Schüler, sich einzubringen. Manchmal wird ein Klassenzimmer, das Tausende Kilometer entfernt ist, plötzlich Teil des Unterrichts. Und manchmal macht sie eine Unterrichtsstunde einfach ein bisschen spielerischer.

Und manchmal ist die beste Entscheidung einer Lehrkraft, die Technologie beiseitezulegen und einfach miteinander zu sprechen.

Genau das macht Unterricht so besonders.

Er ist menschlich.

Lehrkräfte bringen jeden Tag Struktur und Flexibilität, Wissen und Neugier, Planung und Improvisation zusammen. Genauso wie Technologie und die menschliche Verbindung, die im Mittelpunkt des Lernens steht.

Und wir sollten nie unterschätzen, wie viel Erfahrung und Können dafür nötig sind.

Deshalb möchte ich Lehrkräfte heute, am Weltlehrertag, nicht dafür feiern, dass sie Technologie einsetzen.

Ich möchte sie dafür feiern, dass sie wissen, wann Technologie wirklich hilft. Und wann die Lehrkraft selbst, ein Gespräch, eine Frage, Bewegung, ein Fehler, gemeinsames Lachen oder einfach ein besonderer Moment miteinander wichtiger ist.

Danke an alle Lehrkräfte für alles, was ihr jeden Tag leistet. Auch für all die Dinge, die niemand sieht.

Für die Vorbereitung, wenn alle anderen längst zu Hause sind.
Für den nächsten Versuch, wenn etwas nicht funktioniert hat.
Dafür, an ein Kind zu glauben, das selbst noch nicht an sich glaubt.
Fürs Anpassen, Erfinden, Zuhören und manchmal auch dafür, die Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen.

Und dafür, dass ihr uns immer wieder daran erinnert, dass hinter jeder Bildungstechnologie, jeder Unterrichtsstunde und jeder Lernumgebung etwas noch viel Wichtigeres steht:

Eine Lehrkraft, der nicht nur wichtig ist, was ein Kind lernt, sondern auch, wie es lernt.

Inspiriert weiter. Stellt weiter Fragen. Probiert weiter Neues aus.

Und vor allem … bleibt so wunderbar menschlich.

Alles Gute zum Weltlehrertag!

Anneke 1

Let's connect!

Jedes Klassenzimmer ist anders. Deshalb gibt es weder für Unterricht noch für Technologie eine Lösung, die immer und überall passt. Wenn du darüber sprechen möchtest, wie Technologie das Lernen unterstützen kann, ohne die menschliche Verbindung aus dem Mittelpunkt zu rücken, freue ich mich auf den Austausch.

Schreib mir gerne!